Archiv für den Monat: Januar 2018

MAHLE Aufsichtsrat beruft Dr. Jörg Stratmann zum neuen Vorsitzenden der Konzern-Geschäftsführung

Der mit rund 13 Milliarden Euro Umsatz und 77.000 Mitarbeitern viertgrößte deutsche Automobilzulieferer MAHLE bekommt zum 1. Februar mit Dr. Jörg Stratmann einen neuen CEO. Nachdem die ZF Friedrichshafen AG und der bis Ende Januar amtierende Vorsitzende der MAHLE Konzern-Geschäftsführung, Wolf-Henning Scheider, den Wunsch zu einem Wechsel geäußert hatten, konnte der MAHLE Konzern diesem Anliegen zeitnah entsprechen.

Für diesen schnellen Übergang war wichtig, dass Dr. Jörg Stratmann als Nachfolgeoption bei MAHLE vordefiniert war. Dr. Stratmann ist seit 2008, von der Continental AG kommend, im MAHLE Konzern tätig und hat zunehmend anspruchsvollere Aufgaben übernommen. Bis dato war er zuständig für die Leitung der gesamten MAHLE Behr-Gruppe, den heutigen MAHLE Geschäftsbereich Thermomanagement, der inklusive weiterer Geschäftseinheiten mit seinen zukunftsträchtigen Produkten zuletzt über 45 Prozent des MAHLE Konzernumsatzes ausmachte.

„Dr. Stratmann bringt viel Automotive-Erfahrung sowohl im technischen als auch im wirtschaftlichen Bereich mit. Er ist die ideale Besetzung an der Spitze des MAHLE Konzerns“, sagt der MAHLE Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Heinz K. Junker.

In seine Fußstapfen tritt Bernd Eckl (50), der seit dem 1. April 2017 in der MAHLE Konzern-Geschäftsführung den Geschäftsbereich Motorsysteme und -komponenten mit einem Umsatzanteil des MAHLE Konzernumsatzes von rund 22 Prozent verantwortet. Bernd Eckl kam Anfang 2017 von Getrag zu MAHLE und hat sich insbesondere durch seine ausgezeichnete Fähigkeit zur Team-arbeit in das MAHLE Führungsgremium schnell und hervorragend eingebracht.

Zum Geschäftsführer des Geschäftsbereichs Motorsysteme und -komponenten ist Georg Dietz (54) bestellt worden. Er ist seit 28 Jahren bei MAHLE tätig und hat in den verschiedensten Positionen und mit langen Auslandseinsätzen sowohl seine fachliche als auch internationale Kompetenz bewiesen.
Dem zum 31. Januar 2018 scheidenden Vorsitzenden der MAHLE Konzern-Geschäftsführung, Wolf-Henning Scheider, wünscht MAHLE alles Gute und viel Erfolg für seine zukünftige Aufgabe. „Unser Dank gilt Herrn Scheider vor allem für die intensive Arbeit im Transformationsprozess, der zurzeit die gesamte Automobilindustrie erfasst“, kommentiert Prof. Junker.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit den Neubesetzungen und Neubestellungen die richtige Wahl getroffen haben und damit eine nachhaltige Aufstellung im obersten Führungsgremium des MAHLE Konzerns sicherstellen. Insbesondere ist mir wichtig, dass wir unseren Fokus noch weiter verstärkt auf die technologische Weiterentwicklung des MAHLE Produktportfolios legen. Dafür ist die neue Mannschaft an der Konzernspitze ein Garant. Besonders danken möchte ich allen Gesellschaftern und Gremiumsmitgliedern, natürlich auch von der Arbeitnehmerseite, die diese zeitkritischen Entscheidungen in der gebotenen Eile mitgetragen haben. Ohne die intensive Zusammenarbeit auf allen Ebenen wäre eine solch kurzfristige Lösung nicht möglich gewesen“, ergänzt Prof. Junker.

Dr. Jörg Stratmann
1969 in Münster geboren, studierte Jörg Stratmann nach dem Abitur Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau an der Technischen Universität Berlin. Seine berufliche Laufbahn startete er bei Siemens Automobiltechnik in Regensburg im Bereichscontrolling. Nach seiner Promotion im Jahr 2000 folgten berufliche Stationen bei Siemens VDO in den USA, in Italien und Rumänien. Dort übernahm er die Geschäftsführung der Landesgesellschaft sowie die Leitung des Entwicklungszentrums und des Elektronikwerks.

2006 kehrte er als Geschäftszweigleiter für Motorsteuerungen für Benzinmotoren nach Regensburg zurück. Ein gutes Jahr später wurde Siemens VDO von der Continental AG übernommen – dort leitete er das Segment Powertrain Nutzfahrzeuge. 2008 wechselte er zum MAHLE Konzern nach Stuttgart. Als Mitglied der Konzernleitung verantwortete er zunächst die Produktlinie Flüssigkeitsmanagement-Systeme; ab Mai 2009 leitete er den Vertrieb und die Anwendungsentwicklung. Im Februar 2013 wurde er Mitglied der Geschäftsführung der MAHLE Behr-Gruppe, deren Vorsitz er im Juli 2013 übernahm. 2014 wurde er zudem in die MAHLE Konzern-Geschäftsführung berufen, wo er seither für den Geschäftsbereich Thermomanagement verantwortlich zeichnet.

Bernd Eckl
Bernd Eckl wurde 1967 in Lauterbach geboren. 1991 schloss er das Studium des Maschinenbaus an der Fachhochschule Darmstadt ab. Ab 1992 war er in verschiedenen Funktionen bei der Mannesmann VDO AG tätig, bevor er im Jahr 2000 als Mitglied der Gesamtgeschäftsleitung und Bereichsleiter Einkauf zur GETRAG GmbH & Cie. KG wechselte. 2004 wurde er Mitglied der Geschäftsführung, 2012 Mitglied der Konzern-Geschäftsführung und Executive Vice President der GETRAG International GmbH. Seit 2017 ist Bernd Eckl Mitglied der MAHLE Konzern-Geschäftsführung und bis dato verantwortlich für den Geschäftsbereich Motorsysteme und -komponenten sowie das konzernweite Qualitätswesen, die Arbeitssicherheit und das Umweltmanagement.

Georg Dietz
Georg Dietz wurde 1963 in Stuttgart geboren. 1988 schloss er das Ingenieurstudium als Diplom-Ingenieur an der RWTH Aachen ab. Seit 1989 ist er in verschiedenen Funktionen bei MAHLE tätig, u.a. von 2001 bis 2003 als Geschäftsführer Produktion bei der MAHLE Metal Leve S.A. in Brasilien, wo er für drei Produktionswerke verantwortlich war. Ab 2004 leitete er die Produktlinie Kolben in Südamerika und übernahm 2008 die globale Leitung der Produktlinie Ventiltriebsysteme. Seit 2009 leitet er die Europa-Organisation des Geschäftsbereichs Motorkomponenten und -systeme.

Dr. Jörg Stratmann
Bernd Eckl
Georg Dietz

Über MAHLE
MAHLE ist ein international führender Entwicklungspartner und Zulieferer der Automobilindustrie sowie Wegbereiter für die Mobilität von morgen. Der MAHLE Konzern hat den Anspruch, Mobilität effizienter, umweltschonender und komfortabler zu gestalten, indem er den Verbrennungsmotor weiter optimiert, die Nutzung alternativer Kraftstoffe vorantreibt und gleichzeitig das Fundament für die flächendeckende Einführung der Elektromobilität legt. Das Produktportfolio deckt alle wichtigen Fragestellungen entlang des Antriebsstrangs und der Klimatechnik ab – für Antriebe mit Verbrennungsmotoren gleichermaßen wie für die Elektromobilität. Produkte von MAHLE sind in mindestens jedem zweiten Fahrzeug weltweit verbaut. Auch jenseits der Straßen kommen Komponenten und Systeme von MAHLE zum Einsatz – ob in stationären Anwendungen, mobilen Arbeitsmaschinen, Schiffen oder auf der Schiene.

Der Konzern hat im Jahr 2016 mit rund 77.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 12,3 Milliarden Euro erwirtschaftet und ist mit 170 Produktionsstandorten in 34 Ländern vertreten. In 16 großen Entwicklungszentren in Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Spanien, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan, China und Indien arbeiten 6.000 Entwicklungsingenieure und Techniker an innovativen Lösungen für die Mobilität der Zukunft.

Für Rückfragen:
MAHLE International GmbH
Ruben Danisch
Head of Press Department, Corporate Communications/Public Relations (CMEP)
Pragstraße 26-46
70376 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 711 / 501-12199
Telefon: +49 (0) 711 / 501-13700
Mobile: +49 (0) 173 / 5180976
ruben.danisch@mahle.com

Bosal verkauft Geschäftsbereich ACPS an TowerBrook Capital Partners

Die BOSAL-Gruppe, ein weltweit führender Anbieter von Abgassystemen, Katalysatoren und Anhängevorrichtungen für die Automobilindustrie, verkündet heute den beabsichtigten Verkauf der beiden Geschäftsbereiche „Automotive Carrier and Protection Systems“ (ACPS) und „Anhängevorrichtungen für den Zubehörmarkt“, an TowerBrook Capital Partners, eine transatlantische Investmentgesellschaft. Der Verkauf steht unter Vorbehalt der aufsichtsrechtlichen Genehmigungsprozesse und der Mitsprache durch den Betriebsrat. Damit wird der wichtigste Meilenstein des vor knapp einem Jahr gestarteten Bosal „Grow-Fix-Divest“ Turnaround-Programms erreicht. Nach Abschluss der beabsichtigten Transaktion wird BOSAL künftig eine sehr solide Finanzlage aufweisen. Das Unternehmen wird den Verkaufserlös zur Tilgung der gesamten vorrangigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten verwenden, um eine gesunde Fremdkapitalquote herzustellen. Über die Höhe des Verkaufserlöses wurde Stillschweigen vereinbart. Der BOSAL-Aktionär bleibt dem Unternehmen mit einem vorrangigen Darlehen und strategischer Unterstützung verbunden. Die Einnahmen werden zudem auch für Investitionen in den verbleibenden, zentralen Geschäftsbereich ECS (Abgassysteme) verwendet.

Bosal ACPS ist der führende Hersteller von Anhängevorrichtungen für Erstausrüster und -lieferanten (OEM/OES) sowie für den europäischen Zubehörmarkt. BOSAL ACPS verfügt über Produktionsanlagen in Deutschland mit gleichzeitigem Sitz der Unternehmenszentrale sowie in Ungarn, Mexiko, Frankreich und Russland. Das Unternehmen hat Anfang der 2000er-Jahre die einfahrbare Anhängevorrichtung und im Jahr 2010 die erste vollständig elektronische einfahrbare Anhängevorrichtung auf den Markt gebracht.

Ramez Sousou, Co-CEO und Mitgründer von TowerBrook, sagt zu dieser Übernahme: „BOSAL ACPS hat sich dank seines Profils, der Qualität seiner Produkte und seiner Innovationskraft eine führende Marktposition erarbeitet. Das Unternehmen hat viele Möglichkeiten, sein Wachstum zu steigern und operative Verbesserungen zu erreichen. Die Expertise, die transatlantischen Beziehungen und die seit langem gepflegten Beziehungen in der Autoindustrie, die TowerBrook mitbringt, ergänzen und unterstützen die ehrgeizigen Pläne des Managements.“

TowerBrook hat Gerhard Böhm, den Vice Chairman von Reydel Automotive, als Chairman und CEO für den Vorstand gewinnen können. Aufgrund seiner früheren Positionen in der Leitung von FM Powertrain, CEO von Peguform und in der Leitung von Continental Engine Systems verfügt Gerhard Böhm über eine umfassende und langjährige Erfahrung in der Branche. Tower Brook und das Management von Bosal ACPS sehen erhebliches Potenzial für internationales Wachstum und operative Verbesserungen. Darüber hinaus haben sie sich sehr ehrgeizige Ziele gesetzt, um technologische Innovationen, Partnerschaften und Zukäufe weiter zu beschleunigen.

Abbau von Verbindlichkeiten und bessere Performance
Die heutige Ankündigung von BOSAL folgt einer Reihe früherer Ankündigungen im Jahr 2017, die sich mit verschiedenen strategischen, durch das Management umgesetzten Maßnahmen befassten: Beispielsweise der Verkauf der Geschäftsbereiche Fahrzeugkabinen und US-Zubehörmarkt, Restrukturierungsmaßnahmen auf operativer Ebene, Investitionen in neue Produktionskapazitäten und einer vollständigen Refinanzierung des Unternehmens. Die Veräußerung des Geschäftsbereichs ACPS ist der wichtigste Meilenstein in dieser Transformation, da das Unternehmen hierdurch Fremdkapital abbauen und sich voll auf das ECS-Geschäft konzentrieren kann. Es war dem Unternehmen bereits 2017 gelungen, dank wachsender Verkaufszahlen in den Geschäftsbereichen ECS und ACPS und besserer operativer Performance seine Leistung zu steigern.

Ton Vernaus, CEO der BOSAL-Gruppe, erläutert: „Wir setzen die vor weniger als einem Jahr angekündigten Pläne in die Tat um. Hierdurch wird das Vertrauen gestärkt, dass BOSAL auch künftig leistungsfähig bleiben wird. Mit Abschluss des ACPS-Deals sind wir, nach einer herausfordernden Phase ab 2016, aus finanzieller Sicht aus dem Gröbsten raus. Wir sind unseren Finanzpartnern sehr dankbar, dass sie in dieser Phase zu uns gehalten haben. Wir übergeben ACPS und unsere Mitarbeiter mit vollem Vertrauen in die professionellen Hände von TowerBrook und sind überzeugt, dass sie dort eine gute Zukunft erwartet. Nun konzentrieren wir uns darauf, BOSAL weiterzuentwickeln, mit Fokus auf unseren ECS-Systemen. Laut weltweiten Markforschungen verfügen wir trotz der Elektrifizierung des Automobilsektors über gutes Potenzial für die nächsten zwei Jahrzehnte. Wir haben uns auf diesen Moment vorbereitet, indem wir bedeutende Änderungen an der Organisation und dem operativen Vorgehen im ECS-Sektor vorgenommen und unsere Kapazitäten erweitert haben. Darüber hinaus konnten wir 2017 wichtige neue Verträge abschließen. Es läuft derzeit richtig gut.“

Nach Abschluss des ACPS-Verkaufs, voraussichtlich Ende des 1. Quartals 2018, wird BOSAL weiter als weltweit führender Spezialist für Abgassysteme aktiv sein – nicht umsonst hat die Gruppe sich auf ihr Kerngeschäft ECS und ihre ECS-Zubehörmarkt-Aktivitäten konzentriert. Die ersten 2017 angestoßenen Maßnahmen beginnen, erste Früchte zu tragen: Für 2018 werden höhere Einnahmen und ein positives EBITDA-Ergebnis vorausgesagt. Das Unternehmen wird zwei Haupt-Produktionszentren (in Mexiko und der Tschechischen Republik) und ein F&E- und Support-Zentrum in Belgien betreiben, und die Unternehmenszentrale wird sich in den Niederlanden befinden. BOSAL wird mit seinen rund 2.500 Mitarbeitern Gesamtumsätze in der Größenordnung von rund 250-300 Millionen Euro erreichen. „Unsere ECS-Kunden und der Markt werden einen ganz klar fokussierten Spezialisten für Abgassysteme erleben, der über die technischen, operativen und finanziellen Mittel verfügt, in einem sich rasant wandelnden Markt innovativ zu sein und neue Anwendungen zu entwickeln. Wir sind für den Fortschritt gerüstet“, so Vernaus.

Der Verkauf der Geschäftsbereiche ACPS und Anhängevorrichtungen für den Zubehörmarkt unterliegt den normalen aufsichtsrechtlichen Genehmigungsprozessen und der Mitsprache durch den Betriebsrat. Nach der Trennung vom ACPS-Bereich wird das Unternehmen die Funktionen am Unternehmenssitz umstrukturieren und weiterhin daran arbeiten, den richtigen Umfang für seine verbleibenden Aktivitäten zu erreichen.

Über Bosal
Bosal ist ein weltweit operierender Entwickler, Hersteller und Anbieter von Abgassystemen, Katalysatoren, Präzisions-Stahlrohren, Anhängevorrichtungen, Fahrradträgern und Dachträgersystemen. Die Bosal-Gruppe hat derzeit 29 Fertigungsstandorte und 18 Vertriebszentren. Weltweit beschäftigt Bosal mehr als 4.700 Mitarbeiter. Mehr Informationen zu Bosal unter www.bosal.com.

Für Rückfragen:
Ralf Meisel
Leiter Marketing & Produktmanagement
Bosal Deutschland GmbH
Metallstr. 5
41751 Viersen
Tel. +49 (0)2162 / 959-123
Fax +49 (0)2162 / 959-410
E-Mail: ralf.meisel@bosal.com
Web: www.bosal.com